Über Petra
Petra Landers wurde 1962 in Bochum geboren. Aufgewachsen in einer Arbeiterstadt im Ruhrgebiet, verbrachte sie ihre Freizeit früh auf dem Fußballplatz. Sie spielte gegen Jungen jeden Alters, denn für Mädchen gab es im Fußball der 70er Jahre kaum Angebote.
In den 1980er-Jahren spielte sie für SSG 09 Bergisch Gladbach, eine der prägenden Mannschaften dieser Zeit. Mit dem Verein nahm sie 1981 an der inoffiziellen Frauenfußball-Weltmeisterschaft in Taiwan teil und gewann das Turnier.
Am 10. November 1982 stand Petra Landers in Koblenz auf dem Platz, als die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft ihr erstes offizielles Länderspiel gegen die Schweiz bestritt. Sie gehörte damit zu den Pionierinnen des deutschen Frauenfußballs und war Teil der Mannschaft, die 1989 Europameisterin wurde. Auf Vereinsebene gewann sie mehrere Deutsche Meisterschaften und den DFB-Pokal .
​
2017 war sie Mitglied eines internationalen Frauenteams, das auf dem Kilimandscharo in 5.720 Metern Höhe ein Fußballspiel nach FIFA-Regeln austrug. Diese Begegnung wurde als höchstgelegenes Fußballspiel der Welt in das Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen.
Aufbauend auf ihren Erfahrungen als Spielerin engagiert sich Petra Landers heute im Mädchen- und Frauenfußball in Afrika. In Sambia und Uganda leitete sie Workshops und Projekte, die Mädchen den Zugang zum Fußball ermöglichen und ihre Rolle in Gesellschaft und Schule stärken.
Mit dem Projekt „Faces of Football“ verbindet sie ihre Geschichte als Pionierin der ersten deutschen Frauen-Nationalmannschaft mit der langfristigen Förderung von Mädchenfußball in afrikanischen Ländern. Ziel ist, Strukturen zu schaffen, in denen Mädchen verlässlich trainieren, spielen und sich entwickeln können – sportlich und persönlich.





